Begriff für kognitive Beeinträchtigungen durch exzessive Nutzung digitaler Medien, die sich in Konzentrationsproblemen oder nachlassender Gedächtnisleistung äußern können.
Der Begriff Digitale Demenz beschreibt die These, dass die übermäßige Nutzung digitaler Technologien wie Smartphones, Computer und Tablets zu einer Beeinträchtigung der kognitiven Fähigkeiten führen kann.
Durch die Auslagerung von Wissen und Gedächtnisleistungen an digitale Geräte, wie etwa Navigationssysteme oder Suchmaschinen, werden wichtige Gehirnfunktionen wie Erinnerungsvermögen, Konzentration und kritisches Denken weniger gefördert. Denn das Gehirn ist auf regelmäßige geistige Herausforderungen angewiesen, um seine Leistungsfähigkeit zu erhalten.
Dies kann insbesondere bei Kindern und Jugendlichen die geistige Entwicklung beeinträchtigen, aber auch bei Erwachsenen zu einem Verlust von mentaler Fitness führen. Kritiker weisen jedoch darauf hin, dass der Begriff wissenschaftlich umstritten ist und nicht alle Studien die These bestätigen. Sie werfen der Wissenschaft vor, eine einseitig negative Sichtweise zu vertreten, ohne die Chancen der Digitalisierung ausreichend zu würdigen. Gerade für Branchen wie Smart Buildings, in denen technologische Innovationen viele Vorteile bieten, wäre ein differenzierterer Blick wünschenswert.
Digitale Demenz dient jedoch als Warnung vor einem unkritischen Umgang mit digitalen Medien und betont die Bedeutung von mentalem Training und bewusster Mediennutzung zur Erhaltung der geistigen Leistungsfähigkeit.
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Author: Anja Herberth
Chefredakteurin