Mittwoch, April 1, 2026
  • en English
  • de Deutsch
SmartBuildingsCompass
Header SBC Deutsch
  • Home
  • Wohnen
  • Alltagshilfen & Technik
  • Pflege & Entlastung
  • Demenz & Gesundheit
  • Download: Wohntipps
  • Themensuche
    • Demenz
    • Wohnen, Bauen & Sanieren
    • Tools & Lösungen
    • Gesund bleiben
    • Krisenfester pflegender Haushalt
No Result
View All Result
  • Home
  • Wohnen
  • Alltagshilfen & Technik
  • Pflege & Entlastung
  • Demenz & Gesundheit
  • Download: Wohntipps
  • Themensuche
    • Demenz
    • Wohnen, Bauen & Sanieren
    • Tools & Lösungen
    • Gesund bleiben
    • Krisenfester pflegender Haushalt
No Result
View All Result
SmartBuildingsCompass
No Result
View All Result
Home Pflege & Entlastung

Pflege ist Wirtschafts-, Standort-, Finanz- und Gesellschaftspolitik – in der Theorie. In der Praxis fahren wir gerade gegen die Wand.

Die Pflege am Abgrund: Hoher Bedarf steht Geld- und Fachkräftemangel sowie einem veralteten System gegenüber. Fotocredit: ChatGPT

Die Pflege am Abgrund: Hoher Bedarf steht Geld- und Fachkräftemangel sowie einem veralteten System gegenüber. Fotocredit: ChatGPT

This article is also available in: English

Pflege ist häufig definiert als Sozialleistung, was jedoch einer sehr einseitigen Darstellung entspricht. Denn die Pflege ist auf so viele Arten Wirtschafts-, Standort-, Finanz- und Gesellschaftspolitik:

  • Gute Angehörigen-Unterstützung erhöht die Erwerbsbeteiligung – besonders von Frauen, die den Großteil der Sorgearbeit zu Hause tragen. Eine gute Entlastung und Unterstützung reduziert Krankenstände, Teilzeitquoten und Fluktuation. Gute Pflegeunterstützung reduziert damit auch den Gender Pay Gap: Dadurch haben Frauen mehr Einkommen in ihrem gesamten Leben zur Verfügung und wir reduzieren die Armutsgefahr im Alter.
  • Prävention, eine professionelle Kurzzeitpflege und gute (teil-)ambulante Unterstützungsangebote wie die Tagespflege vermeiden teure Akutaufenthalte. Menschen werden dadurch unterstützt, möglichst lange in den eigenen vier Wänden wohnen bleiben zu können: Sicher und selbstbestimmt. Dazu braucht es nicht gleich die 24/7-Pflege – sondern eine, die sich an die Bedürfnisse der älter werdenden Bevölkerung anpasst.

Dieser Bedarf für alltagsnahe Hilfe, Koordination und Entlastung für Angehörige steigt mit der aktuell steigenden Zahl der PensionistInnen. Für Deutschland geht das Analyse-Institut Prognos davon aus, dass bis 2045 40% mehr Menschen auf Pflegepersonal angewiesen sein werden. In Österreich prognostiziert das WIFO-Institut eine um 57% steigende Anzahl der pflegegeldbeziehenden Personen bis 2050. Die Kosten für alle Pflegeleistungen in AUT erhöhen sich bis 2030 von 2,71 Mrd. EUR im Jahr 2021 auf rund 4,22 Mrd. EUR im Jahr 2030 (+56%) und etwa 10,7 Mrd. EUR (+294 %) bis 2050.

Da die Pflege zu Hause die günstigste Form im Vergleich zur Aufnahme in Pflegeorganisationen ist, werden die Systemkosten insgesamt gesenkt, wenn Menschen so lange wie möglich zu Hause gepflegt werden.

Header SBC Deutsch
  • Pflege schafft außerdem qualifizierte, lokale Jobs und befeuert die Innovation – von Digital Health bis hin zum barrierefreien, intelligenten Wohnbau. Die lokale Innovation ist am Gesundheits- und Pflegesektor besonders wichtig, weil es sich hier um sensible Daten handelt, die wir nicht in ausländischen Clouds verarbeitet wissen wollen.
  • Und nicht zuletzt wirkt Pflege in die kleinsten Einheiten unserer Gesellschaft: In die Familien. Werden sie mit der Pflege nicht ausreichend unterstützt, erodiert das ohnehin dahinschmelzende Vertrauen in die öffentlichen Institutionen. Eine gute Unterstützung der Familien wirkt stabilisierend auf Parteien in der politischen Mitte: Da Menschen, BürgerInnen für das viele Steuergeld, das sie abgeben, ganz gerne Lösungen für ihre dringlichsten Probleme und Herausforderungen hätten. Und wenn sie diese erhalten, dann bei Wahlen eventuell nicht abdriften in die politischen Ränder.

Eigentlich sollte es relativ einfach sein, die Politik und ihre Finanz- und Controllingabteilungen von innovativen Projekten in der Pflege zu überzeugen, oder? Mitnichten.

Strategielosigkeit, Kürzungsorgien und Verteilungskämpfe

In der Praxis dominieren strategielose Kürzungspolitik und würdelose Verteilungskämpfe.

  • Projekte werden nicht eingebettet betrachtet in die oben beschriebenen Zusammenhänge, sondern als reine Kostenfaktoren im eigenen kleinen Silo-Königreich. Was in einem anderen Budget langfristig für Entlastung sorgt, wird weggewischt: Dafür ist man nicht zuständig, um diese Herausforderung soll sich bitte jemand anderer kümmern. Entscheidungen werden in der eigenen Echokammer gefällt, ohne auf das große Ganze zu blicken und ohne auf die Ursachen einzuwirken.
  • Unternehmen bangen trotz ihres Lösungsangebots um ihre wirtschaftliche Zukunft. Wenn es keinen Markt für ihre Produkte gibt und Bürokratie und Regelungen ihnen die Luft zum Atmen nehmen, verlassen diese Unternehmen entweder den europäischen Markt und widmen sich Märkten, die den roten Teppich ausrollen. Oder sie sterben einen leisen Tod.
  • Auch ein alter Klassiker: Kammern verteidigen Besitzstände, Zugangshürden bleiben bestehen. Aktuellstes Beispiel: Apotheken und Hausapotheken in ärztlichen Praxen werden nicht nach tasächlichem Bedarf aufgebaut, sondern nach Abstand zur nächsten. Da geht’s um jeden Zentimenter. In der Praxis bauen ÄrztInnen ihre Zentren dann irgendwo am Acker, damit sie eine Hausapotheke integrieren können. Die oft zitierte „Schlapfennähe“ hat ja gerade für ältere Menschen großen Sinn. 

In meinen Interviews zeigen sich regelmäßig die Folgen von einer kurzsichtigen Politik: Pflegende Angehörige brennen auf Grund der Belastung aus und werden selbst in jungen Jahren zu PatientInnen. Beratungs- und Unterstützungsangebote sind nicht ausreichend bekannt und werden daher nicht genutzt. Die finanziellen Belastungen in den Familien selbst für eine Basisversorgung nehmen kontinuierlich zu. Stationäre Einrichtungen sind auch deshalb überlastet, weil die nicht altersgerechte Wohnsituation und Lücken in der ambulanten Versorgung und im Betreuten Wohnen akute Notlagen provozieren. Selbst langjährige regionale Anlaufstellen für Erkrankungen wie Demenz fallen dem Rotstift zum Opfer.

Ältere Menschen würden dringend niederschwellige Unterstützungsangebote benötigen, um sich in der Komplexität von Bürokratie und Digitalisierung zurechtzufinden. Sie scheitern oft am Finden von Unterstützungsmöglichkeiten, am Ausfüllen von Anträgen, die nur online gestellt werden können. Und auch weil insbesondere am Land Strukturen wie Post, Bankfilialen und Lebensmittelhandel erodieren, brauchen ältere Menschen immer häufiger Unterstützungen in Form von Erwachsenenvertretungen – und auch diese Strukturen arbeiten bereits am Anschlag. Denn oft ist der Umstieg auf z.B. digitales Banking und Selbstbedienungsangebote einfach nicht mehr möglich. P.S.: Länder wie Ruanda schaffen es übrigens, die Bevölkerung in der Nutzung der E-Government Strukturen zu unterstützen – und nein, das ist kein Scherz, sondern bittere Realität.

Kurzsichtigkeit schafft langfristige Probleme

Ohne klare Strategie, ausreichendes Personal und gut organisierte Angebote geraten Familien, Kommunen und das Gesundheitssystem unter Druck. Eigentlich sollten Familien, die zu Hause pflegen, alle Unterstützung erhalten, um das möglichst lange zu schaffen. Weil alles andere viel, viel teurer ist. In der Realität stehen die pflegenden Angehörigen häufig allein da – mit endlosen Formularen, Wartelisten und der impliziten Botschaft, sich bitte selbst zu kümmern.

Und einmal mehr frage ich mich, wann der Kipp-Punkt erreicht ist: Wann werden Konzepte nach realer Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit zusammengestellt – und nicht nach alten Konzepten, (Besitzstands-)Regeln, Zugangshürden und starren Berufsrechten?

Anja Herberth
Author: Anja Herberth

Chefredakteurin

Tags: KommunenPflegepolitikSozialstaat
Previous Post

„Resilienz beginnt dort, wo ich wieder atmen kann“

Next Post

Robotik in der Pflege: Wenn Technologie Nähe schafft

Related Posts

Unsere Interviewpartnerin: Christine Freymuth, Expertin für gemeinwesenorientierte SeniorInnenarbeit im Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA)
Kommunen & Strukturen

Sorgende Gemeinschaften: Wie Unterstützung vor Ort gelingen kann

20. März 2026
Die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege wird immer bedeutender - insbesondere für Frauen, die meist für die Pflege in den Familien verantwortlich sind. Credit: Shutterstock
Pflege & Entlastung

Beruf & Pflege vereinbaren: Neuer Leitfaden veröffentlicht

19. März 2026
Let yourself be a little nuts — and don’t feel guilty about it! Credit: Shutterstock
Pflege & Entlastung

Weltfrauentag: Wer trägt die Pflegelast – und wie lange noch?

5. März 2026
Protesttag am 23. März. Die Apotheken kämpfen für bessere wirtschaftliche Rahmenbedingungen - 20% der Apotheken gaben bereits auf. Credit: Shutterstock
Pflege & Entlastung

Apotheken in Deutschland: Warum sie am 23. März geschlossen bleiben

3. März 2026
Unser Interviewpartner Nicolas Tobaben ist Bereichsleiter für Katastrophenschutz beim deutschen Johanniter Landesverband Nord (Credit: Johanniter)
Krisenfester, pflegender Haushalt

Krise braucht Gemeinschaft: „Erst wenn auch ein paar Menschen bewusst an andere mitdenken, wird es wirklich tragfähig“

21. Februar 2026
Elisabeth Potzmann Präsidentin des Österreichischen Gesundheits- und Krankenpflegeverbands. Mit ihr sprechen wir über zwei Baustellen in der Krisenvorsorge: Dem fehlenden Pflegeregister und weshalb es Disaster Nurses braucht. (Fotocredit: Fotoatelier Schörg/Peter Provaznik)
Krisenfester, pflegender Haushalt

Vom Prinzip Hoffnung zur verankerten Verantwortung

21. Februar 2026
Next Post
Credit: Navel Robotics GmbH

Robotik in der Pflege: Wenn Technologie Nähe schafft

Kommentar hinterlassen Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

  • Deutsch
  • English

Folge uns

Facebook Instagram

.

loader

Newsletter

Welche Tools und Konzepte zu altersgerechtem Wohnen, Pflege & Betreuung gibt es und wo sind sie zu finden? Unser Newsletter gibt Antworten!


Ich akzeptiere Datenschutzregeln


Aktuell

Im Interview: Die beiden Demenz-ExpertInnen Raphael Schönborn und Dr. Sara Silvaieh (Credits: links/Thomas Werchota, rechts/privat)

Bis zu 45 Prozent verzögerbar: Was Prävention bei Demenz leisten kann

26. März 2026
Assistenzlösungen sind sehr unauffällig und in eine Wohnung nahtlos integrierbar. Credit: WOQUAZ Weiterstadt

Mehr Sicherheit, mehr Überblick: Warum digitale Assistenzsysteme jetzt relevant werden

22. März 2026
Wohnräume sind mehr als ein Ort zum Leben – sie entscheiden mit darüber, wie selbstständig, sicher und komfortabel wir im Alter unseren Alltag gestalten können. Wer früh auf eine geeignete Wohnumgebung achtet, schafft die Grundlage für ein gesundes Leben zu Hause – auch im höheren Alter. Credit. Shutterstock

Umzug im Alter: Worauf es bei einem neuen Zuhause ankommt

22. März 2026
Unsere Interviewpartnerin: Christine Freymuth, Expertin für gemeinwesenorientierte SeniorInnenarbeit im Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA)

Sorgende Gemeinschaften: Wie Unterstützung vor Ort gelingen kann

20. März 2026
Die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege wird immer bedeutender - insbesondere für Frauen, die meist für die Pflege in den Familien verantwortlich sind. Credit: Shutterstock

Beruf & Pflege vereinbaren: Neuer Leitfaden veröffentlicht

19. März 2026
SmartBuildingsCompass

Mit Sorgfalt entwickelt. Für Sie.

Unsere Recherchen und Interviews zu sicherem & selbstbestimmtem Wohnen im Alter werden mit viel Energie und Leidenschaft von unserem Team verfasst. Viel Vergnügen beim Lesen!

Fehlen ihnen Informationen? Dann freuen wir uns über eine Info an redaktion@sbc.co.at!

Alle Rechte vorbehalten (2025).

  • Deutsch
  • English

Folge uns

Facebook Instagram
  • Home
  • Newsletter abonnieren
  • Über uns
  • Glossar
  • Kontakt
  • Zum Download: 10 Tipps für selbstbestimmtes, sicheres Wohnen
  • Marketing: Informationen für Unternehmen
  • Vorträge & Workshops für Gemeinden & Verbände
  • Kontakt & Impressum
  • FAQ
  • Offenlegung
  • Nettiquette
  • Datenschutzerklärung
  • AGBs

© 2025 by owl lab e.U. Wir navigieren Wandel.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell, während andere uns helfen, diese Website und Ihre Erfahrung zu verbessern.
Cookie SettingsAccept All
Manage consent

Privacy Overview

This website uses cookies to improve your experience while you navigate through the website. Out of these, the cookies that are categorized as necessary are stored on your browser as they are essential for the working of basic functionalities of the website. We also use third-party cookies that help us analyze and understand how you use this website. These cookies will be stored in your browser only with your consent. You also have the option to opt-out of these cookies. But opting out of some of these cookies may affect your browsing experience.
Necessary
immer aktiv
Necessary cookies are absolutely essential for the website to function properly. These cookies ensure basic functionalities and security features of the website, anonymously.
CookieDauerBeschreibung
cookielawinfo-checkbox-analytics11 monthsThis cookie is set by GDPR Cookie Consent plugin. The cookie is used to store the user consent for the cookies in the category "Analytics".
cookielawinfo-checkbox-functional11 monthsThe cookie is set by GDPR cookie consent to record the user consent for the cookies in the category "Functional".
cookielawinfo-checkbox-necessary11 monthsThis cookie is set by GDPR Cookie Consent plugin. The cookies is used to store the user consent for the cookies in the category "Necessary".
cookielawinfo-checkbox-others11 monthsThis cookie is set by GDPR Cookie Consent plugin. The cookie is used to store the user consent for the cookies in the category "Other.
cookielawinfo-checkbox-performance11 monthsThis cookie is set by GDPR Cookie Consent plugin. The cookie is used to store the user consent for the cookies in the category "Performance".
viewed_cookie_policy11 monthsThe cookie is set by the GDPR Cookie Consent plugin and is used to store whether or not user has consented to the use of cookies. It does not store any personal data.
Functional
Functional cookies help to perform certain functionalities like sharing the content of the website on social media platforms, collect feedbacks, and other third-party features.
Performance
Performance cookies are used to understand and analyze the key performance indexes of the website which helps in delivering a better user experience for the visitors.
Analytics
Analytical cookies are used to understand how visitors interact with the website. These cookies help provide information on metrics the number of visitors, bounce rate, traffic source, etc.
Advertisement
Advertisement cookies are used to provide visitors with relevant ads and marketing campaigns. These cookies track visitors across websites and collect information to provide customized ads.
Others
Other uncategorized cookies are those that are being analyzed and have not been classified into a category as yet.
SPEICHERN & AKZEPTIEREN
No Result
View All Result
  • Home
  • Wohnen
  • Alltagshilfen & Technik
  • Demenz & Gesundheit
  • Pflege & Entlastung
  • Download: Wohntipps
  • Themensuche
    • Demenz
    • Tools & Lösungen
    • Wohnen, Bauen & Sanieren
    • Krisenfester, pflegender Haushalt
    • Gesund bleiben
  • Deutsch
  • English

© 2025 by owl lab e.U. Wir navigieren Wandel.

Safe & independent living in old age

27 pages of tips for independent, safe living in old age—download now!

Download our PDF with tipps now!
loader

Emailadresse*
Ich akzeptiere die Datenschutzerklärung und willige ein, dass SmartBuildingsCompass.com mich über dieses Anliegen hinaus zur Zusendung des regelmäßigen Newsletters kontaktieren darf. Eine Abmeldung ist jederzeit möglich.

Sicher & selbstbestimmt Wohnen im Alter!

27 Seiten Tipps für sicheres, selbstbestimmtes Wohnen im Alter - jetzt downloaden!

Jetzt gleich downloaden!
loader

Emailadresse*
Ich akzeptiere die Datenschutzerklärung und willige ein, dass SmartBuildingsCompass.com mich über dieses Anliegen hinaus zur Zusendung des regelmäßigen Newsletters kontaktieren darf. Eine Abmeldung ist jederzeit möglich.