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Es gibt Wohnungen, die auf den ersten Blick freundlich, ordentlich und praktisch wirken – und dennoch Unruhe auslösen. Eine dunkle Fußmatte kann wie ein Loch erscheinen, ein Spiegel wie eine fremde Person, ein glänzender Boden wie eine Wasserfläche. Wer einen Menschen mit Demenz begleitet, merkt oft erst im Alltag, wie stark Räume wirken – und wie schnell eine Umgebung verunsichern kann, die für andere völlig unproblematisch erscheint.
Genau darüber haben wir mit der Innenarchitektin Melanie Mikalauskas gesprochen: Sie beschäftigt sich intensiv mit dem Zusammenspiel von Demenz, Wahrnehmung und Wohnumgebung. Unser Gespräch zeigt, warum es oft nicht die großen Umbauten sind, die den Unterschied machen, sondern ein genauerer Blick auf das, was Menschen täglich wahrnehmen.
Wenn Vertrautes plötzlich nicht mehr trägt
Für Melanie Mikalauskas begann das Thema demenzsensible Architektur mit einer persönlichen Erfahrung: Ihre Pflegemutter rief sie an, stellte Fragen – und rief kurze Zeit später noch einmal an, mit denselben Fragen. Lange antwortete Mikalauskas geduldig. Doch an einem stressigen Tag reagierte sie ungeduldig: „Aber du hast doch vor zehn Minuten erst angerufen.“ Danach wurde es still.
„Ich habe ihre Betroffenheit 750 Kilometer entfernt durchs Telefon gespürt“, erzählt Melanie Mikalauskas. Ihre Pflegemutter habe sie danach nie wieder angerufen. Für sie selbst war dieser Moment ein Wendepunkt: Sie begann, sich intensiv mit Demenz und mit der Frage zu beschäftigen, was an Demenz erkrankte Menschen zu Hause brauchen.
Denn Demenz beginnt für Betroffene und Angehörige oft nicht mit einer Diagnose, sondern mit Verunsicherung: Mit kleinen Brüchen im Alltag, mit Schuldgefühlen, mit der Erfahrung, dass vertraute Abläufe plötzlich nicht mehr tragen.
Melanie Mikalauskas bringt es so auf den Punkt: „Ein demenziell erkrankter Mensch überschreitet gewissermaßen eine Brücke und kann nicht mehr einfach in unsere Welt zurückkehren. Umso wichtiger ist es, dass wir uns auf sie zubewegen, ihre Wirklichkeit ernst nehmen und versuchen, ihre Bedürfnisse in ihrer Welt wahrzunehmen. Denn wir können zwischen beiden Welten noch hin- und hergehen – sie meist nicht mehr.“
Warum Räume plötzlich verunsichern
Dass vertraute Wohnungen auf einmal schwer lesbar werden, hat viel mit einer veränderten Wahrnehmung zu tun. Im Alter nimmt oft die Sehfähigkeit ab, dazu kommen mitunter Augenerkrankungen und ein eingeschränktes Gesichtsfeld, auch die Tiefenwahrnehmung kann nachlassen. Die Folgen: Kontraste werden schwächer, Farben verändern sich, vieles wirkt unschärfer oder gelblicher.
Das erklärt, warum selbst gut gemeinte, funktional gut eingerichtete Räume plötzlich irritieren: „Umso wichtiger ist es, Räume so zu gestalten, dass sie gut lesbar bleiben – mit klaren Kontrasten, gut erkennbaren Übergängen und einer Umgebung, die Sicherheit statt Verunsicherung vermittelt“, so die Innenarchitektin.
Aber was bedeutet das konkret? Weiße Haltegriffe auf weißer Wand, ein weißer Duschsitz vor weißem Hintergrund oder ein WC-Sitz, der sich kaum vom Raum abhebt, werden schnell unsichtbar. Es braucht Kontraste, damit Dinge überhaupt wahrgenommen werden. „Böden, Wände, Türen, Handläufe und Sanitärobjekte wie ein WC-Sitz sollten sich klar sichtbar vom Hintergrund abheben. Rot ist etwa eine Farbe, die noch sehr lange erkannt wird“, erklärt Mikalauskas.
Auch spiegelnde Flächen, flimmernde Muster oder glänzende Böden können irritieren. Dunkle Matten erscheinen plötzlich wie tiefe Löcher, blau schimmernde oder glänzende Böden wie Wasseroberflächen. Was für andere wie ein gestalterisches Detail aussieht, kann für einen Menschen mit Demenz eine echte Barriere sein. Besonders eindrücklich ist die Geschichte eines Mannes, der schreiend in seinem Zimmer saß und sich nicht beruhigen ließ. Erst als die schwarze Fußmatte vor seiner Tür entfernt wurde, entspannte er sich. Für ihn war sie kein Alltagsgegenstand, sondern ein Loch. Mikalauskas: „Verhaltensweisen, die bei Demenzerkrankten als schwierig gelten, sind oft keine ,Macken‘, sondern logische Reaktionen auf eine Umgebung, die nicht mehr verstanden wird. Es ist oft nur ein Zeichen dafür, dass irgendwas nicht in Ordnung ist.“
Demenzsensible Architektur ist mehr als Barrierefreiheit
Wenn über altersgerechtes Wohnen gesprochen wird, geht es oft zuerst um Barrierefreiheit. Breitere Türen, bodengleiche Duschen, weniger Schwellen. Das ist wichtig – aber es reicht nicht. Denn viele ältere Menschen nehmen Räume aus einer anderen Perspektive wahr: Gebückt, den Blick meist auf den Boden gerichtet, mit Rollator oder Stock unterwegs, oder aus dem Bett heraus. Wer viel im Bett liegt oder nur die Fußspitzenperspektive erlebt, sieht einen Raum anders als jemand, der sich frei bewegt. Dann werden Decke, Fenster, Licht und Wandgestaltung plötzlich zu zentralen Faktoren.
„Der Blick geht häufig zur Decke, an die Wand oder aus dem Fenster. Umso wichtiger ist in dieser Situation ein Licht, das nicht blendet, und ein Ausblick, der angenehm ist und gut tut“, sagt Mikalauskas. Auch der Boden spielt eine zentrale Rolle: Stark gemusterte oder optisch unruhige Böden können flimmern, verunsichern und das Sturzrisiko erhöhen. Mikalauskas empfiehlt deshalb natürliche Materialien und ruhige Oberflächen: „Holzböden vermitteln ein warmes Gefühl, auf der Erde zu stehen.“
Die Wirkung von Räumen entscheidet mit darüber, ob Menschen sich geborgen fühlen oder angespannt bleiben. Gerade sterile, völlig weiße Räume wirken nicht automatisch beruhigend. Im Gegenteil: Wenn visuelle Anker, natürliche Nuancen und emotionale Orientierungspunkte fehlen, kann dies Stress verstärken: „Das Gehirn sucht in Stresssituationen nach Orientierung, Beruhigung und Sicherheit. Fehlen in einem Raum visuelle oder emotionale Reize, dann fehlen dem Gehirn wichtige Informationen. Dann bleibt der Sympathikus, also der Teil des Nervensystems, der für die Leistung in Stress-Situationen zuständig ist, aktiv und der Körper angespannt“, erklärt Mikalauskas.
Wie stark eine freundliche Umgebung wirken kann, zeigt übrigens bereits eine Studie von Roger Ulrich aus dem Jahr 1984: Krankenhaus-PatientInnen mit Blick ins Grüne benötigten nicht nur weniger Schmerzmittel, sondern erholten sich auch schneller.Hilfreich ist deshalb eine Gestaltung, die sich stärker an der Natur orientiert: Warme Töne, feine Schattierungen, lebendige, aber nicht überfordernde Oberflächen. Auch sanfte Muster können entlasten – gerade für Menschen, die viel Zeit im Bett verbringen und mit dem Blick an Wänden oder Decken entlangwandern.
„Für Menschen, die nicht mehr mobil sind, ist es eine Entlastung für das Gehirn, wenn sie mit den Augen an der Wand spazieren gehen können, wenn sie Muster mit den Augen verfolgen können. Diese Imaginationen fördern die Ablenkung, Schmerzen werden so nicht mehr ganz so stark wahrgenommen und es kommt seltener zu Delir“, sagt Mikalauskas. Wichtig sei allerdings, eher mit Wandlasuren oder sanften Mustern zu arbeiten – nicht mit kräftigen, bildhaften Darstellungen, die wiederum irritieren können.
Räume, die unterstützen
Im risikoreichen Bad zeigt sich oft besonders deutlich, wie sehr Umgebung den Alltag erleichtern kann. Es sind nicht immer die großen Umbauten, die helfen, sondern oft einfache Anpassungen. „Elektrogeräte sollten möglichst nicht offen herumliegen, sondern weggeräumt werden, damit sie nicht zur zusätzlichen Gefahrenquelle werden. Auch heißes Wasser wird häufig unterschätzt: Wird es etwa über eine Solaranlage stark erwärmt, kann es im Sommer schnell zu Verbrühungen kommen. Ein nachträglich eingebauter Temperaturbegrenzer kann hier eine einfache, aber sehr wirksame Lösung sein. Diese Maßnahmen sind auch für die Küche sinnvoll“, sagt Mikalauskas.
Auch bei Armaturen gibt es kein Patentrezept: Studien zeigen, dass manche Menschen mit klassischen Zweigriffarmaturen besser zurecht kommen, weil die getrennte Bedienung von Warm- und Kaltwasser aus früheren Zeiten vertraut ist. Andere nutzen wiederum einen Einhebelmischer intuitiver. „Entscheidend ist, was für die jeweilige Person im Alltag verständlich und gut bedienbar bleibt“, so Mikalauskas.
Besonders hilfreich – wie weiter oben schon angeführt – ist im Bad das Spiel mit den Kontrasten: Eine rote Klobrille, farbige Griffe oder markierte Waschbeckenränder können Orientierung geben und möglichst lange die Selbstständigkeit erhalten. Ungünstig sind dagegen Elemente, die optisch mit dem Hintergrund verschmelzen – etwa ein weißer Duschklappsitz vor einer weißen Wand.
Auch Licht ist weit mehr als nur Beleuchtung: Es beeinflusst unseren Biorhythmus und wirkt direkt auf unser Wohlbefinden. Natürliches Tageslicht ist dabei besonders wichtig: Helles, eher bläuliches Licht aktiviert, warmes Licht am Abend signalisiert Ruhe. Gerade wenn ältere Menschen wenig nach draußen kommen, kann dieser Rhythmus verloren gehen.
Künstliche Lichtsysteme, die den Tagesverlauf nachbilden, können unterstützen – aber auch hier gilt: Technik muss verständlich und alltagstauglich bleiben. „Ein zentrales Deckenlicht ist oft keine gute Lösung, weil es blendet und ungünstige Schatten erzeugt. Denn bei einem zentralen Deckenlicht wirft man sich bei fast jeder Bewegung selbst Schatten. Für die allgemeine Beleuchtung ist indirektes Licht deshalb meist die deutlich bessere Lösung“, erklärt Mikalauskas. Indirektes Licht beleuchtet einen Raum nicht direkt aus einer einzelnen Lichtquelle heraus, sondern wird über Wände, Decken oder andere Flächen reflektiert und wirkt dadurch weicher, gleichmäßiger und oft auch angenehmer.
Trinken, Essen: Optische Reize & Kontraste
Auch Essen und Trinken hängen oft stärker von der Umgebung ab, als man denkt. Ein Glas Wasser kann schlicht übersehen werden – etwa wenn ein farbloses Getränk in einem klaren Glas auf einem weißen Tisch steht.
„Deshalb können einfache optische Reize sehr hilfreich sein. Es kann schon einen Unterschied machen, Wasser mit einem kleinen Schuss Fruchtsaft etwas sichtbarer zu machen, damit das Getränk besser wahrgenommen wird. Auch Geschirr mit klaren Kontrasten unterstützt im Alltag. Ein Teller mit rotem Rand etwa hebt sich besser ab und kann dazu beitragen, dass Essen und Trinken stärker ins Blickfeld rücken“, erklärt die Expertin. Es sind kleine Dinge – aber sie entscheiden mit darüber, ob Selbstverständliches wie Trinken oder Essen gelingt oder zunehmend aus dem Alltag verschwindet. (Anmerkung: Details zu Ess- und Trinkhilfen gibts hier recherchiert)
Orientierung statt Frustration
Wer einen Menschen mit Demenz begleitet, weiß, dass Orientierung im Alltag nicht selbstverständlich ist. Wo sind die Schuhe? Was ist in welcher Lade? Hinter welcher Tür ist das WC? Genau deshalb lohnt es sich, die Wohnung so zu gestalten, dass sie nicht zusätzlich verwirrt.
Glastüren an Schränken können sichtbar machen, was sich dahinter befindet. In manchen Fällen kann es sogar sinnvoll sein, Türen ganz zu entfernen – etwa bei Kleiderschränken. Wichtig ist aber, vorher auszusortieren: Denn Übersicht hilft nur dann, wenn nicht zu viel auf einmal sichtbar ist. Auch Aufkleber, Bilder oder klare Piktogramme auf Schubladen und Türen können helfen. Kreative WC-Schilder mögen in Restaurants charmant wirken – für Menschen mit Demenz sind sie oft schlicht unverständlich. Klare Piktogramme in Kombination mit Schrift werden meist besser erkannt.
Orientierung entsteht aber nicht nur über Bilder. Mit fortschreitender Demenz bleiben Gefühle, Erinnerungen und vertraute Reize oft länger erhalten als kognitive Leistungen. Genau deshalb können auch Düfte eine Rolle spielen. „Mit fortschreitender Demenz wird Orientierung zunehmend weniger über die kognitive Ebene gesteuert, während Gefühle, Erinnerungen und vertraute Reize oft lange erhalten bleiben. Genau deshalb können auch Düfte eine Rolle spielen. Der Geruch von frisch gebrühtem Kaffee kann den Weg in die Küche weisen, ein vertrauter Kuchenduft Erinnerungen wecken, und sogar bestimmte Düfte für einzelne Wochentage können helfen, Struktur zu geben. Solche Impulse wirken nicht über Logik, sondern über Vertrautheit – und genau das kann im Alltag sehr entlastend sein“, so Mikalauskas.
Menschen mit Demenz haben oft einen starken Bewegungsdrang. Heute wird hier bewusst eher von einer Hinlauftendenz gesprochen als vom „Weglaufen“, da viele Betroffene etwas folgen, das sie anspricht, anzieht oder vertraut wirkt. Umso sensibler sollte die Umgebung gestaltet werden. Lösungen, die mit Täuschung arbeiten – etwa Türfolien in Bücherregal-Optik –, mögen praktisch erscheinen, schaffen aber oft zusätzliche Irritation. Wer ohnehin erlebt, dass Vertrautes nicht mehr eindeutig erkennbar ist, braucht keine weiteren Tricks, sondern eine Umgebung, die nachvollziehbar bleibt.
Hilfreicher sind echte, verständliche Lösungen: Ein Vorhang vor einer Tür, eine Sitzgelegenheit am Flur, ein runder Tisch, um den man herumgehen kann, oder vertraute Gegenstände, die tatsächlich als solche erkennbar sind.
Ruhe, Akustik und kleine Hilfen mit großer Wirkung
Auch wenn kognitive Fähigkeiten nachlassen, bleiben Demenzerkrankte oft lange über andere Ebenen erreichbar: Über Musik, Berührung, Gerüche oder Gefühle. Deshalb ist es so wichtig, Räume nicht nur funktional, sondern auch atmosphärisch zu denken.
„Eine ruhige Umgebung kann viel zur Entlastung beitragen. Schallschluckende Materialien helfen, Lärm zu reduzieren, denn zu viele Geräusche bedeuten für viele Menschen Stress. Ein klassischer Ohrensessel kann dabei mehr sein als nur ein Möbelstück: Er schafft einen geschützten Rückzugsort, eine kleine Insel der Ruhe inmitten eines oft unübersichtlichen Alltags“, so Mikalauskas.
Dazu kommen technische Hilfen, die Sicherheit geben können, ohne den Alltag unnötig zu verkomplizieren: Eine Herdabschaltung, die einspringt, wenn der Herd vergessen wird. Türsensoren, die alarmieren, wenn die Türen geöffnet werden. Telefone mit großen Tasten oder mit Bildern. Auch die Sturzprävention bleibt ein zentrales Thema: Teppiche, Kabel und Verlängerungsschnüre werden leicht übersehen und können schnell zur Stolperfalle werden. Neben dem Entfernen dieser Stolperfallen können auch Handläufe und rutschhemmende Beschichtungen viel bewirken.
Und manchmal lohnt sich auch der Blick auf Dinge, die man leicht übersieht: Giftige Pflanzen sollten besser entfernt werden, wenn die Gefahr besteht, dass sie gegessen werden. Kräutertöpfe sind oft die bessere Alternative: Sie sprechen die Sinne an, duften angenehm und bringen etwas Vertrautes in den Raum.
Was unterstützende Angehörige mitnehmen können
Mit dem Rückgang der Kompetenzen und Sinneswahrnehmungen von älteren Menschen und Demenzerkrankten ist die Wohnumgebung gefordert, um Sicherheit und Orientierung zu stiften. Wichtig ist auch: Niemand muss diese Fragen allein lösen. Je nach Region gibt es in Deutschland und Österreich Beratungsangebote – beispielsweise über Demenzberatungen (z.B. Desideria, MAS Alzheimerhilfe und Promenz), auch kommunale Stellen und spezialisierte Anlaufstellen für demenzsensibles Wohnen helfen und beraten. Wohnberatungen zum barrierefreien Planen und Bauen können beim Reduzieren der Hürden zu Hause helfen.
In Deutschland gibt es für Wohnraumanpassungen mehrere Fördermöglichkeiten: Pflegekassen können bei vorhandenem Pflegegrad aktuell Zuschüsse von bis zu 4.180 Euro pro Person gewähren – maximal für vier Personen pro Haushalt, sofern die Maßnahme die Selbstständigkeit fördert oder pflegende Angehörige entlastet. Zusätzlich gibt es KfW-Förderungen: Zum einen Investitionszuschüsse für barrierereduzierende Maßnahmen, die sich an bestimmten Normen orientieren und oft rasch ausgeschöpft sind, zum anderen zinsgünstige Umbaukredite für entsprechende Anpassungen. Je nach Bundesland kommen darüber hinaus weitere Länderförderprogramme infrage, die Sie am besten regional bzw. bei Hilfsorganisationen nachfragen – diese haben meist einen guten Überblick.
In Österreich sind je nach Bundesland unterschiedliche Förderungen möglich. In Wien gibt es aktuell eine Förderung für den altersgerechten Umbau. Da Pflege auch in Österreich in Bundesländer-Thema ist, fragen Sie dazu am besten bei den Landesregierungen und Hilfsorganisationen an, um einen Überblick zu erlangen.
Diese Förderungen sind wichtig, da 85% der Pflegbedürftigen zu Hause gepflegt und unterstützt werden. Und sie helfen dabei, die Umgebung bei abnehmender Anpassungsfähigkeit der Menschen anzupassen. Mikalauskas abschließend: „Gutes Wohnen bei Demenz beginnt nicht mit Perfektion, sondern mit Aufmerksamkeit, mit Orientierung statt Überforderung. Mit einer Umgebung, die nicht trickst, sondern trägt.“ Und vielleicht ist das am Ende der wichtigste Gedanke: Würde beginnt oft im Kleinen. Und in einem Zuhause, das nicht perfekt sein muss – aber verlässlich.
Mehr dazu lesen und erfahren:
- Mehr zu Melanie Mikalauskas erfahren:
- LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/melanie-mikalauskas-räume-wirken-immer/
- Demenzbotschafterin für Südbaden
- Pia – Women in architecture: https://www.pia-net.de/mitglieder/melanie-mikalauskas
Buchempfehlung: Dr. Ing. Birgit Dietz, Demenzsensible Architektur, Planen und Gestalten für alle Sinne, erschienen im Fraunhofer IRB Verlag
Author: Anja Herberth
Chefredakteurin













