Interdisziplinär

Interdisziplinär bezeichnet die Kooperation über die Grenzen der verschiedenen Fachbereiche und Disziplinen hinaus. Für den Verständigungsprozess ist eine übergreifende Zusammenarbeit wesentlich. Dieser erfolgt über die Fachgrenzen hinweg und hilft, gemeinsam Probleme zu analysieren bzw. Lösungen zu finden.

Interdisziplinäres Arbeiten generell ist die Fähigkeit, innovative Produkte, Dienstleistungen und Problemlösungen mittels fachübergreifender Zusammenarbeit zu entwickeln. Interdisziplinäre Teams haben Ziele, die sie nur gemeinsam erreichen können. Je nach Fragestellung findet beispielsweise eine Zusammenarbeit zwischen Biologen, Hydrologen, Psychologen, Juristen, Ökonomen und Geographen statt.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit ist auch in Gebäuden essentiell: So war die Energieproduktion früher in der Hand einiger weniger Unternehmen. Die Energiewende stellt die Demokratisierung der Energiewelt dar. Unternehmen und EndkonsumentInnen werden heute zu sogenannten ‚ProsumentInnen‘: Sie nutzen selbst produzierte Energie zu einem möglichst hohen Anteil selbst, speisen in einen Speicher oder in das Netz ein. Dafür braucht es neue technische Lösungen und Entwicklungen, die nur fachübergreifend möglich sind.

Ein weiteres Beispiel stellt die Brücke zwischen IT und OT dar. Also das Zusammenspiel zwischen Informationstechnologie (IT) und Operational Technology (OT): ProgrammiererInnen auf der einen Seite, und klassische Starkstrom- und SchwachstromtechnikerInnen auf der anderen Seite. Diese Technologie-Brücken sind in vielen Haushalten bereits zu finden. Etwa wenn ihre Gebäudetechnologie völlig automatisiert abläuft und/oder eine Steuerung durch eine App möglich wird.

=> Bedeutet: In einem vernetzten Gebäude bauen die unterschiedlichsten Sektoren und Gewerke miteinander völlig neue Lösungen auf. Die fortschreitende Vernetzung der Fachgebiete verändert die Art und Weise, wie gearbeitet wird. Die Zukunft ist interdisziplinär und gehört damit der Kollaboration: In einem vernetzen Gebäude ist es wesentlich, mit den beteiligten Sektoren gemeinsame Lösungen mit maximaler Tragkraft zu entwickeln. Es gilt, dafür die richtigen fachübergreifenden Teams und Kooperationen zu bilden.  Gesucht werden sogenannte „Weltenwandler“, die diese unterschiedlichen Gewerke und Sektoren miteinander vernetzen.

 Bild: Shutterstock

Anja Herberth
Author: Anja Herberth

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Verfasst von Anja Herberth