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Home Gesundheit & Demenz

Pflege: Was wir von Dänemark lernen können

Pflege: Was wir von Dänemark lernen können

Besonders leichter Rollator - Credit: Anja Herberth

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Der Showroom ist wie eine Wohnung aufgebaut: Der Tisch ist gedeckt, Bad und Toilette sind blitzblank geputzt. Ich bin im Innovationszentrum „DokkX“ in Aarhus, der zweitgrößten Stadt in Dänemark, und sehe mir den Showroom der Kommune zum Thema „Assisted Living“ an. Mit einer Gruppe aus dem österreichischen Pflege-Sektor machte ich mir im Zuge einer Zukunftsreise ein eigenes Bild von den Pflege-Lösungen in Dänemark.

Dänemark gilt seit Jahren als Vorzeigeland, wenn es um moderne, menschenzentrierte und technologisch unterstützte Pflege geht. Während viele europäische Länder mit zunehmendem Fachkräftemangel, steigenden Pflegekosten und alternden Gesellschaften ringen, zeigt das dänische Modell, wie innovative Pflegekonzepte in der Praxis funktionieren können – mit einem klaren Fokus auf Selbstbestimmung, Prävention und digitale Unterstützung.

Innovationszentren wie DokkX: Technik zum Anfassen

Ein zentraler Baustein der dänischen Pflegestrategie ist die enge Verzahnung von Technologie, praktischer Anwendbarkeit und Bürgerbeteiligung. Das wohl bekannteste Beispiel ist das Innovationszentrum DokkX in Aarhus. Seit 2016 können BürgerInnen dort mehr als 200 unterschiedliche Assistenztechnologien für den Pflegealltag erleben, ausprobieren und bewerten – von sprachgesteuerten Lichtsystemen über Toilettensitze mit Reinigungsfunktion bis hin zu speziellem Besteck für Menschen mit Alzheimer oder Parkinson.

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Was diese Plattform besonders macht: Sie ist nicht nur ein Ausstellungsraum, sondern auch ein Ort für direkten Austausch zwischen Entwicklerinnen, Pflegepersonal, Angehörigen und Seniorinnen. 

Selbst kleine Lösungen helfen im Alltag: Ein Toilettensitz, der das Hinsetzen, Aufstehen und die Reinigung erleichtert. Credit: Anja Herberth
Die Ziele der Showrooms: Lösungen ansehen und ausprobieren, kompetente Entscheidungen treffen. Credit: Anja Herberth
Besteck für Menschen mit besonderen Bedürfnissen. Credit: Anja Herberth
Was es am Markt nicht gibt, wird auch schon einmal mit dem 3-D-Drucker produziert. Credit: Anja Herberth

Dänemark setzt systematisch auf „Welfare Technology“ – also Technologien, die das tägliche Leben erleichtern und gleichzeitig pflegerische Ressourcen entlasten. So werden beispielsweise Sensoren eingesetzt, die erkennen, ob der Kühlschrank benutzt wurde. Bleibt eine erwartete Aktivität aus, erhalten Angehörige oder Pflegekräfte eine Benachrichtigung. Solche diskreten Systeme ermöglichen ein sicheres Leben in den eigenen vier Wänden – ohne die Privatsphäre unnötig zu verletzen.

Und wenn es am Markt keine passende Lösung gibt? Dann wird kurzerhand selbst eine entwickelt – mithilfe von 3D-Druckern, die maßgeschneiderte Hilfsmittel direkt vor Ort produzieren können.

Pflege in kommunaler Hand: Nähe schafft Vertrauen

Ein weiterer Schlüssel zum Erfolg ist die klare Verankerung der Pflege auf kommunaler Ebene. 98 Kommunen sind in Dänemark direkt für die Organisation und Umsetzung von Pflegeleistungen zuständig. Diese Dezentralisierung erlaubt eine bedarfsgerechte Anpassung an regionale Unterschiede und macht die Pflegepolitik vor Ort greifbar. Entscheidungen werden dort getroffen, wo Menschen leben – und nicht auf abstrakter nationaler Ebene.

Die Finanzierung erfolgt weitgehend steuerbasiert, was den Zugang zu Leistungen unabhängig von der persönlichen Finanzlage sichert. Pflege ist in Dänemark keine individuelle Belastung, sondern Teil des gesellschaftlichen Versorgungsauftrags.

Daheim statt Heim: Selbstständigkeit so lange wie möglich

Ein beeindruckender Aspekt: Über 75 % der über 80-Jährigen in Dänemark leben noch in ihrer eigenen Wohnung. Möglich wird das durch ein stark ausgebautes Netz an mobiler Pflege, digitalen Assistenzsystemen und einer Kultur, die Eigenständigkeit bis ins hohe Alter fördert. Pflegeheime bleiben die Ausnahme – nicht aus finanzieller Not, sondern aus Überzeugung.

Dabei helfen Programme zur frühzeitigen Rehabilitierung („rehabilitation first“), bei denen Pflegebedürftige aktiv dabei unterstützt werden, ihre Selbstständigkeit zurückzugewinnen – z. B. nach einem Krankenhausaufenthalt oder Sturz. Coaches unterstützen dabei, möglichst lange gesund und aktiv zu sein.

Was können wir von Dänemark lernen?

Dänemark zeigt, dass Pflege nicht zwangsläufig mit Überforderung, Bürokratie und Defiziten verbunden sein muss. Die Kombination aus technologischem Mut, kommunaler Verantwortung und einem ganzheitlichen Blick auf Gesundheit und Lebensqualität liefert wichtige Impulse für Länder wie Deutschland oder Österreich.

Auch wenn nicht alle Strukturen direkt übertragbar sind – das Prinzip der frühzeitigen Unterstützung, der klugen Techniknutzung und des Vertrauens in lokale AkteurInnen lässt sich sehr wohl adaptieren. Gerade in Zeiten des Umbruchs braucht es neue Bilder von Pflege – und Dänemark liefert sie.

DokkX Aarhus: dokkx.aarhus.dk/

Bilder & Video: Anja Herberth

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Anja Herberth
Author: Anja Herberth

Chefredakteurin

Tags: Feature
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