Abends müde sein und trotzdem nicht einschlafen können, Nachts immer wieder aufwachen und am Morgen das Gefühl haben, kaum Erholung gefunden zu haben: Wenn schlechter Schlaf zum ständigen Begleiter wird, leidet auch der Alltag. Gerade im höheren Alter werden solche Beschwerden mitunter als etwas hingenommen, das eben zum Älterwerden dazugehört.
Der Neurologe und Schlafmediziner Prof. Stefan Seidel hält dagegen: Auch im Alter sollte Schlaf erholsam sein. Insbesondere, weil chronische Schlaflosigkeit mit neurologischen und psychischen Erkrankungen in Zusammenhang gebracht wird. Der Grund: Bei Menschen mit Insomnie ist häufig das gesamte System 24/7 hochgefahren, es kommt zu keiner Erholung. Die Überaktivierung macht nicht nur müde, sie hat Auswirkungen auf den gesamten Körper.
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Prof. Seidel ist Initiator und Mitautor einer internationalen Übersichtsarbeit der European Academy of Neurology unter Beteiligung der MedUni Wien zu den Gesundheitsfolgen von chronischer Schlaflosigkeit. Sie zeigt unter anderem einen Zusammenhang zwischen Insomnie und einem erhöhten Risiko für Schlaganfall, Alzheimer, Depression und suizidalem Verhalten auf.
Im Gespräch erklärt der Mediziner, warum die Studie eine Brandrede für die Vorsorgemedizin ist, wann gelegentliche Ein- oder Durchschlafprobleme zu einer behandlungswürdigen, chronischen Erkrankung werden.
Was Sie in diesem Interview erwartet
- Wie sich der Schlaf im Alter verändert und woran Sie eine chronische Schlaflosigkeit erkennen,
- welche Beschwerden mit Schlafstörungen zusammenhängen können und wann eine Therapie sinnvoll wird,
- wie die Ergebnisse der Übersichtsstudie einzuordnen sind,
- an wen sich Betroffene wenden können und was eine kognitive Verhaltenstherapie beinhaltet, und
- worauf Sie bei der Selbstmedikation von Schlafmitteln achten sollten.
SBC: Herr Professor Seidel, was ist eine Insomnie – und wann werden gelegentliche Ein- oder Durchschlafprobleme zu einer behandlungsbedürftigen Erkrankung?
Prof. Seidel: Eine Insomnie ist eine krankhafte, chronische Schlaflosigkeit. Entscheidend sind nicht nur die Ein- oder Durchschlafprobleme und das frühmorgendliche Erwachen, sondern auch die Auswirkungen am Tag. Wenn der Erholungseffekt des Schlafs wegfällt und man sich tagsüber nicht mehr so fühlt wie vor den Schlafproblemen, sollte man genauer hinsehen.
Neben den Beschwerden in der Nacht und ihren Auswirkungen am Tag sind weiters Häufigkeit und Dauer entscheidend: Die Schlafprobleme treten mindestens dreimal pro Woche auf und bestehen über drei Monate oder länger. Das muss kein regelmäßiges Muster sein, es tritt oft im Cluster auf. So können drei schlechte Nächte aufeinanderfolgen, dann kommt eine bessere Nacht, und anschließend beginnen die Schlafprobleme wieder.
SBC: Man hört oft von Betroffenen, dass Schlafstörungen im Alter ja normal sind. Welche Veränderungen des Schlafs gehören zum Älterwerden, und welche Beschwerden sollte man ärztlich abklären lassen?
Prof. Seidel: Schlechter Schlaf kommt nicht allein vom Alter. Es stimmt, dass sich die Strukturen und Netzwerke im Gehirn verändern und der Schlaf dadurch etwas brüchiger wird. Ältere Menschen wachen häufiger in der Nacht auf, die Tiefschlaf-Phasen nehmen ab, und die Schlafstruktur verändert sich. Aber auch ein älterer, gesunder Mensch erlebt weiterhin den Erholungseffekt des Schlafs.
Schlechten Schlaf sollte man deshalb nicht einfach als Folge des Älterwerdens hinnehmen. Spätestens wenn der Erholungseffekt wegfällt, sollte man sich professionell beraten lassen.
Ich betone dabei das Wort professionell: Im Internet lassen sich rasch Beratungsangebote finden, aber man sollte auf die fachliche Qualifikation und auf die Referenzen achten. Allgemeine Schlaftipps zu geben ist etwas anderes, als eine Insomnie zu erkennen und zu behandeln. Dafür braucht es eine entsprechende Ausbildung und Erfahrung.
SBC: Wie verändert anhaltende Schlaflosigkeit den Alltag? Welche Auswirkungen kann sie haben – und welche Beschwerden bringen Betroffene zunächst auch gar nicht mit ihrem Schlaf in Verbindung?
Prof. Seidel: Der Schlaf-Wach-Rhythmus ist einer der wichtigsten Rhythmen unseres Körpers. Wird er gestört, bringt das auch andere Abläufe, den gesamten Körper durcheinander.
Anhaltend schlechter Schlaf kann dazu führen, dass man sich müde fühlt, sich schlechter konzentrieren kann, gereizter ist oder impulsiver reagiert. Weniger bekannt ist, dass bei einer Dauerüberaktivierung das übliche Absinken des Blutdrucks während des Schlafs ausbleiben kann. Wir stellen dann fest, dass der Blutdruck vergleichsweise hoch bleibt, was das Herz-Kreislauf-System belastet und zu Folgeerkrankungen führen kann. Wir sehen in der Klinik daher auch Menschen mit anhaltend hohem Blutdruck, Herzrasen, Herzrhythmusstörungen oder Auffälligkeiten bei der Blutzuckerregulation.
Im höheren Alter kann eine Schlafstörung besonders ins Gewicht fallen, weil häufig bereits andere körperliche Veränderungen und Vorerkrankungen bestehen. Auch das Verhalten kann sich verändern. In Pflegeeinrichtungen erleben wir etwa, dass Menschen unruhig oder aggressiv werden.
Es ist wichtig, hier den natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus zu unterstützen. Dazu gehört entsprechend viel Tageslicht, auch die Beleuchtung in Gebäuden kann dabei unterstützen. Am Abend kann sich das Lichtspektrum beispielsweise in Richtung wärmerer, rötlicher Töne verändern. Solche Rahmenbedingungen können ältere Menschen beim Übergang zum Schlaf unterstützen. Gerade bei älteren Menschen, die unruhig sind und schlecht schlafen, sollten wir auf einen guten, natürlichen Rhythmus achten und nicht vor allem mit dämpfenden oder beruhigenden Substanzen arbeiten.
SBC: Haben Sie ein Beispiel aus Ihrer Praxis, das zeigt, wie stark eine Schlafstörung den Alltag beeinträchtigen kann?
Prof. Seidel: Ich erinnere mich an einen Mann Anfang 40, der in die neurologische Ambulanz kam. Er berichtete über Sehstörungen und Konzentrationsprobleme und hatte Angst, dass ein Gehirntumor dahinterstecken könnte. Die Untersuchung ergab keinen Tumor, sondern eine schwere Schlafapnoe. Dabei kommt es im Schlaf zu Atemaussetzern, Sauerstoffmangel und zu einer Unterbrechung des Schlafs.
Er konnte sich schlecht konzentrieren und sah bei Anstrengung rasch verschwommen. Im Supermarkt fiel es ihm schwer, Preisschilder zu erfassen und zu entscheiden, was er kaufen sollte. Nach der Behandlung der Schlafapnoe berichtete er, dass er wieder besser sehen, sich konzentrieren und seinen Einkauf erledigen konnte.
Dieses Beispiel betrifft zwar eine andere Schlafstörung als die Insomnie. Es zeigt aber, wie stark gestörter Schlaf den Alltag beeinträchtigen kann, ohne dass Betroffene selbst sofort diesen Zusammenhang herstellen.
SBC: Die Übersichtsarbeit der European Academy of Neurology zeigt nun Zusammenhänge zwischen Insomnie und einem erhöhten Schlaganfallrisiko sowie weiteren neurologischen und psychischen Erkrankungen. Was bedeuten diese Ergebnisse aus Ihrer Sicht konkret? Was lässt sich daraus für das persönliche Risiko ableiten?
Prof. Seidel: Zunächst handelt es sich um eine Metaanalyse, in der verschiedene Studien zusammengefasst wurden. Innerhalb dieser Studien gab es Unterschiede. Sie beschreibt einen statistischen Zusammenhang auf der Ebene großer Gruppen und lässt sich nicht einfach auf eine einzelne Person übertragen. In diesem Zusammenhang ist mir wichtig zu sagen: Wir wollen damit keine Angst schüren. Wer einige Monate schlecht schläft, sollte bitte daraus nicht schließen, dass unmittelbar ein Schlaganfall bevorsteht.
Die Botschaft ist vielmehr, Schlaf als wesentlichen Bestandteil der Gehirngesundheit ernst zu nehmen. Die Studie ist im Prinzip eine Brandrede für die Vorsorgemedizin.
Bei Menschen mit Insomnie bleibt häufig das gesamte System hochgefahren. Die Erkrankung betrifft daher nicht nur die Nacht, sondern kann über die gesamten 24 Stunden wirksam sein. Diese anhaltende Überaktivierung ist ein wichtiger Aspekt, wenn wir über mögliche langfristige gesundheitliche Folgen sprechen.
SBC: Angenommen, jemand schläft seit längerer Zeit schlecht und möchte Hilfe suchen: An wen sollte sich die Person zunächst wenden, und wie läuft eine sorgfältige Abklärung ab?
Prof. Seidel: Das ist eine hochrelevante Frage, weil wir aus Umfragen wissen, dass sich nur jede und jeder Zweite wirklich Hilfe holt. Die erste Anlaufstelle ist aus meiner Sicht die hausärztliche Praxis. Schon mit einfachen Fragen lässt sich eine Richtung erkennen: Ist der Schlaf erholsam? Gibt es Ein- oder Durchschlafprobleme? Hat sich das Befinden am Tag verändert? Besteht in bestimmten Situationen eine erhöhte Schläfrigkeit? Gibt es Hinweise auf Atemaussetzer im Schlaf?
Bei einer Insomnie können dann erste verhaltenstherapeutische Maßnahmen ansetzen. Allerdings braucht das Zeit, die im Alltag oft knapp ist. Je nach Beschwerden ist deshalb eine Überweisung in die Neurologie sinnvoll, bei begleitenden psychischen Erkrankungen auch in die Psychiatrie. Für weitere Untersuchungen gibt es spezialisierte Schlafambulanzen und Schlaflabore.
Ein Schlaflabor ist aber nicht immer notwendig. Vieles ergibt sich aus einer sorgfältigen Anamnese, also dem Gespräch über Beschwerden und Vorgeschichte, und aus der klinischen Beurteilung. Im Schlaflabor lassen sich bei Bedarf bestimmte Phänomene genauer untersuchen und bestätigen.
SBC: Wie sehen diese verhaltenstherapeutischen Maßnahmen konkret aus, und was können Betroffene selbst im Alltag tun, um ihren Schlaf zu unterstützen?
Prof. Seidel: Bei der kognitiven Verhaltenstherapie arbeiten wir am Verhalten und an den Gedanken rund um den Schlaf. Das kann anstrengender sein, als eine Tablette einzunehmen. Es ist aber der erste Ansatz in der Behandlung der Insomnie.
Ein Baustein ist die sogenannte Stimuluskontrolle. Wer schlaflos ist, sollte nicht lange wach im Bett liegen bleiben, sondern einen anderen Ort aufsuchen und sich dort ruhig beschäftigen, möglichst fern von Bildschirmen. Wenn die Schläfrigkeit zurückkommt, geht man wieder ins Bett. Dahinter steht die Idee, das Bett gedanklich wieder mit Schlaf zu verbinden.
Ein zweiter Baustein ist die Schlafrestriktion, also eine gezielte Begrenzung der Zeit im Bett. Dadurch wird die Wachzeit verlängert und der Schlafdruck erhöht. Das ist eine anspruchsvolle Therapie, die wir beispielsweise in der Schlafrehabilitation in der Klinik Pirawarth einsetzen. Gerade am Anfang kann die Schläfrigkeit dadurch zunehmen.
Der dritte Bereich betrifft Gedanken und Gefühle. Nachts können sich Sorgen zuspitzen, und man beginnt immer weiter zu grübeln. Deshalb ist es hilfreich, den Tag am Abend bewusst abzuschließen. Dafür können unterschiedliche Rituale geeignet sein: Zum Beispiel Fragen für den nächsten Tag aufzuschreiben oder noch einmal festzuhalten, was gut und was weniger gut war. Es geht darum, einen bewussten Abschluss zu finden.
SBC: Bei Schlafstörungen wird häufig selbst mit Medikamenten therapiert. Was sollten insbesondere ältere Menschen über Nutzen und Risiken frei verkäuflicher Schlafmittel und Melatoninpräparate wissen?
Prof. Seidel: Manche Betroffene haben bereits Erfahrungen mit Schlafmittel gemacht: Sie haben sich etwas bestellt, in der Apotheke geholt, empfohlen oder verschrieben bekommen. Dann stellt sich heraus, dass die Wirkung nicht ausreicht oder die Nebenwirkungen zu stark sind.
Bei Schlafmitteln braucht es gerade im höheren Alter Bedacht. Klassische Schlafmittel können im älteren Gehirn auch paradoxe Wirkungen entfalten: Menschen werden beispielsweise unruhiger, obwohl eigentlich eine beruhigende Wirkung beabsichtigt war. Ich habe auch erlebt, dass Menschen unter solchen Mitteln im Schlaf zu essen begannen.
Es gibt moderne Arzneimittel, etwa Orexin-Rezeptor-Antagonisten, die bei Insomnie wirksam sein können. Trotzdem bleibt die Arbeit am Verhalten der erste Ansatz. Gerade bei älteren Menschen müssen wir die Nebenwirkungen besonders gut im Blick behalten.
SBC: Wo sehen Sie den größten Verbesserungsbedarf, damit Schlafprobleme früher erkannt und wirksam behandelt werden? Was müsste sich dafür in der hausärztlichen Versorgung, beim Zugang zu Therapien und im Bewusstsein für Schlafgesundheit ändern?
Prof. Seidel: Der wichtigste Schritt ist mehr Bewusstsein dafür, dass Schlaf, Gehirngesundheit und die Gesundheit des gesamten Organismus ganz eng zusammenhängen. Und dass Insomnie eine Erkrankung ist, die wir entwickeln können wie Diabetes oder Demenz – mit tiefgreifenden Folgen, wie auch unsere aktuelle Publikation zeigt.
Dafür braucht es die Politik, die Ressourcen bereitstellt, damit Ärztinnen und Ärzte für das Gespräch und die Zeit, die sie in eine sorgfältige Erfassung investieren, auch honoriert werden. Gleichzeitig sind die Fachgesellschaften sowie Expertinnen und Experten gefordert, Instrumente zur Verfügung zu stellen, mit denen sich Schlafstörungen früh und niederschwellig erkennen lassen. Und auch die pharmazeutische Industrie leistet ihren Beitrag, indem sie Arzneimittel entwickelt, die wirksam helfen und gerade bei älteren Menschen wenig Nebenwirkungen haben. Denn wir wollen nicht Schlafstörungen behandeln und uns dann mit Stürzen und Knochenbrüchen beschäftigen müssen.
Wer Schlafstörungen frühzeitig erkennt und behandelt, hat einen enormen Hebel in der Hand, um Volkskrankheiten wie Demenz vorzubeugen, und dieses Bewusstsein müssen wir schaffen.
SBC: Vielen Dank für das Gespräch!
Hinweis der Redaktion: Eine gezielte Verkürzung der Bettzeit im Rahmen einer Schlafrestriktion sollte fachlich begleitet und an die persönliche Situation angepasst werden.
Zur Person
Prof. Stefan Seidel ist Facharzt für Neurologie, Schlafmediziner und ärztlicher Direktor der Klinik Pirawarth. Er hat einen Lehrauftrag an der Medizinischen Universität Wien und leitete zuvor die Schlafambulanz an der Universitätsklinik für Neurologie.
Als Mitglied der European Academy of Neurology beschäftigt er sich mit Schlaf-Wach-Störungen und ihren gesundheitlichen Folgen. Er ist Mitautor der aktuellen Übersichtsarbeit zu Insomnie.
Die Übersichtsstudie:
Vignatelli L, Leone MA, Pupillo E, Seidel S et al. Insomnia as risk factor for brain, mental and general health consequences: an umbrella systematic review. Sleep Medicine Reviews, 2026: Zur wissenschaftlichen Publikation
Ist schlechter Schlaf im Alter normal?
Mit dem Alter wird der Schlaf störanfälliger, weil sich Strukturen und Netzwerke im Gehirn verändern, ältere Menschen nachts häufiger aufwachen und der Tiefschlaf abnimmt. Der Neurologe und Schlafmediziner Prof. Stefan Seidel betont jedoch, dass Schlaf auch im Alter erholsam sein sollte. Anhaltend schlechter Schlaf ist deshalb nichts, was man einfach hinnehmen sollte.
Ab wann spricht man von einer Insomnie?
Welche gesundheitlichen Folgen kann chronische Schlaflosigkeit haben?
Bei chronischer Schlaflosigkeit ist häufig das gesamte System 24/7 hochgefahren, es kommt zu keiner Erholung. Die Überaktivierung macht nicht nur müde, sie hat Auswirkungen auf den gesamten Körper. Dadurch kann z.B. der Blutdruck erhöht bleiben, was Herz und Kreislauf belastet, und auch die Blutzuckerregulation kann beeinträchtigt werden. Eine Umbrella-Review in der Fachzeitschrift Sleep Medicine Reviews aus dem Jahr 2026, an der Prof. Seidel mitgearbeitet hat, zeigt Zusammenhänge mit einem höheren Risiko für Schlaganfall, Alzheimer, Depression und suizidales Verhalten. Aus diesem Grund ist es wichtig, chronische Schlaflosigkeit zu behandeln.
An wen wende ich mich bei anhaltenden Schlafproblemen?
Erste Anlaufstelle ist in der Regel die Hausärztin oder der Hausarzt, die mit einfachen Fragen zu Schlafqualität, Befinden am Tag und Atemaussetzern eine erste Einschätzung treffen können. Bei Bedarf folgt eine Überweisung an FachärztInnen oder an ein Schlafzentrum.
Was hilft bei Schlafstörungen?
Die kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie gilt als Behandlung der ersten Wahl, auch wenn sie aufwendiger ist. Dazu gehören die Stimuluskontrolle, bei der man das Bett verlässt, wenn man wach liegt, und erst bei Müdigkeit zurückkehrt, sowie die Schlafrestriktion, die ärztlich begleitet werden sollte. Abendrituale wie das Notieren der Aufgaben für den nächsten Tag helfen zusätzlich, den Tag gezielt zu beenden und das Gedankenkreisen zu beruhigen.
Sind Schlafmittel für ältere Menschen geeignet?
Klassische Schlafmittel können bei älteren Menschen paradoxe Wirkungen wie Unruhe auslösen. Neuere Wirkstoffe wie Orexin-Rezeptor-Antagonisten gelten als wirksame Option, ihre Nebenwirkungen müssen aber genau beobachtet werden. Prof. Seidel betont, dass die Verhaltenstherapie immer an erster Stelle stehen sollte.











