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Beim altersgerechten Sanieren denken die meisten zuerst an die Dusche oder den Bodenbelag. Das WC ist jedoch der Ort, an dem Selbstständigkeit und Würde am unmittelbarsten zusammenhängen, und an dem Pflegesituationen entstehen, die tief in die Privatsphäre eingreifen. Die Lösungen, die heute auf dem Markt sind, sind technisch ausgereift, ästhetisch ansprechend – und oft einfacher einzubauen als man denkt.
Wir haben mit Christian Babinetz, Verkaufsleiter von LAUFEN Austria, gesprochen, worauf es bei der WC-Auswahl ankommt, welche Rolle Dusch-WCs in der Pflege spielen – und warum eine Leerverrohrung später einen großen Unterschied machen kann.
SBC: Herr Babinetz, welchen Beitrag können Dusch-WCs für die Pflege und Unterstützung leisten?
Babinetz: Dusch-WCs spielen eine wichtige Rolle, da sie eine selbständige und hygienische Intimreinigung auch im hohen Alter ermöglichen und damit Komfort und Unabhängigkeit im Alltag erhöhen. Sie sind daher ein wesentlicher Bestandteil moderner Generationenbäder. Unsere Dusch-WCs bieten heute eine sehr einfache und intuitive Bedienung, was allen Generationen sehr entgegenkommt.
SBC: Welche Unterschiede gibt es bei der Auswahl zu beachten?
Babinetz: Es gibt am Markt eine breite Auswahl für unterschiedliche Anforderungen. Mehrstufige Hygienekonzepte reichen von der gründlichen Dusch und Fönfunktion, über die Selbstreinigung nach jedem Gebrauch, bis hin zum einfachen Sauberhalten und zur automatisierten Entkalkung. Diese es auch mit einer erhöhten Sitzfläche mit allen Funktionen eines modernen Dusch-WCs.
Für Renovierungen, bei denen kein vollständiger Umbau möglich ist, gibt es auch nachrüstbare Lösungen. Sie lassen sich auf einem vorhandenen WC montieren und bringen die wesentlichen Funktionen eines Dusch-WCs ohne Neuinstallation ins Bad. Diese Lösungen heißen bei uns CLEANET SIT.
SBC: Was ist der häufigste Fehler bei der WC-Auswahl im altersgerechten Bad?
Babinetz: Ich empfehle, die Sitzhöhe zu beachten. Ist die Sitzfläche um fünf Zentimeter erhöht, bedeutet das für Menschen mit eingeschränkter Bewegungsfähigkeit einen gewaltigen Unterschied: Die Sitzposition ist aufrechter und bequemer als bei herkömmlichen WCs. Und weil der Kniewinkel beim erhöhten Sitzen bei etwa 90 Grad liegt, ist auch das Aufstehen und Hinsetzen viel angenehmer und einfacher.
Da bei unseren Produkten die Erhöhung der Sitzfläche komplett über die Keramik geleistet wird, fällt der Höhenunterschied beim Betrachten nicht auf. Diese erhöhten Sitze gibt es auch bei unseren Dusch-WCs. Das Bad versprüht dadurch keinen Krankenhaus-Charme, sondern verbindet elegant Funktion mit Design. Die Lösungen können auch bei Badrenovierungen eingesetzt werden, denn dank Standardmaße für die Befestigung passt es auf vorhandene Wandanschlüsse und arbeitet mit allen gängigen Unterputzspülkästen.
SBC: Was muss ich technisch beim Einbau eines Dusch-WCs beachten?
Babinetz: Der häufigste Stolperstein ist die Elektrik. Ein Dusch-WC braucht einen Stromanschluss – und der ist in älteren Bädern oft nicht vorhanden. Wer also jetzt saniert, sollte unbedingt eine Leerverrohrung für Strom zum WC einplanen, auch wenn er das Dusch-WC erst später nachrüsten möchte.
Das Wasser ist kein Problem: Die Systeme werden über den Spülkastenanschluss mit Wasser versorgt, aber die Elektrik muss vorausschauend mitgedacht werden.
Vielen Dank für das Interview!
Mehr Infos unter LAUFEN Austria – www.laufen.co.at | Sie können sich die Lösungen im LAUFEN space ansehen: Wien, 1. Bezirk
Author: Anja Herberth
Chefredakteurin












