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Sturzgefahr: Warum Vorbeugung und Lebensraumanpassung früh beginnen sollten

Ein Sturz kann die Selbstständigkeit kosten und das Leben zu Hause grundlegend verändern: Etwa ein Viertel der Stürze ist so gravierend, dass eine medizinische Behandlung notwendig wird. Credit: Shutterstock

Ein Sturz kann die Selbstständigkeit kosten und das Leben zu Hause grundlegend verändern: Etwa ein Viertel der Stürze ist so gravierend, dass eine medizinische Behandlung notwendig wird. Credit: Shutterstock

This article is also available in: English

Nach einem Sturz gerät häufig auch der Alltag ins Wanken. Was vorher selbstverständlich war, kann plötzlich unsicher werden: Der Weg ins Bad, die Stufe vor der Haustür, das Aufstehen in der Nacht, das Einkaufen im Supermarkt. Ein Sturz ist deshalb oft weit mehr als ein kurzer Schreckmoment. Er kann der Beginn einer Entwicklung sein, die Selbstständigkeit kostet und das Leben zu Hause grundlegend verändert.

Gerade deshalb sollte Sturzprävention viel früher und umfassender beginnen – lange bevor es zum ersten Unfall kommt. Sie beginnt mit Bewegung, Kraft und Gesundheit, aber auch mit der Frage, wie sicher und alltagstauglich ein Zuhause und sein Umfeld eigentlich sind. Denn Schwellen, Stufen, fehlende Handläufe und Sitzgelegenheiten, schmale Gänge oder ungünstige Wege im Wohnumfeld sind keine Nebensächlichkeiten. Sie können im Alter entscheidend mitbestimmen, ob man sich zu Hause und außerhalb davon weiterhin sicher bewegen kann oder nicht.

Wir haben mit den beiden ExpertInnen Angelika Kuhn und Roland Wallner vom Hilfswerk Österreich darüber gesprochen, warum Stürze so oft unterschätzt werden, welche Ursachen dahinterliegen und warum Vorbeugung nicht erst dann beginnen darf, wenn bereits etwas passiert ist.

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Warum Stürze im Alter kein Randthema sind

In Österreich kommt es bei Menschen über 65 Jahren zu rund 800.000 bis 1 Million Stürzen pro Jahr. Etwa ein Viertel davon ist so gravierend, dass eine medizinische Behandlung notwendig wird. Besonders schwerwiegend sind Hüftfrakturen: Sie führten 2024 in 9.800 Fällen zu Krankenhausaufenthalten. Viele dieser Stürze wären vermeidbar. Gleichzeitig fehlt es in Österreich noch immer an belastbaren Daten, um Ursachen, Folgen und wirksame Gegenmaßnahmen systematisch zu erfassen.

Internationale Beispiele wie Schweden zeigen, wie teuer sturzbedingte Verletzungen werden können – auf Österreich umgelegt entspräche das rund 1,7 Milliarden Euro pro Jahr. Hinzu kommt ein Problem, das in der öffentlichen Debatte oft zu wenig Beachtung findet: Fehlende Nachsorge und unzureichend abgestimmte Therapiepläne. Sie führen nicht selten zu Drehtüreffekten, bleibenden Einschränkungen und dauerhaftem Pflegebedarf.

Auch der Blick nach Deutschland zeigt, wie groß das Thema ist: Laut Bund waren 2022 23,8 Prozent der Menschen ab 65 Jahren innerhalb von zwölf Monaten mindestens einmal gestürzt – das entspricht etwa 4,4 Millionen älteren Menschen. Damit wird deutlich: Stürze im Alter sind kein Randthema einzelner Haushalte, sondern eine der großen gesundheitlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen in alternden Gesellschaften.

Unsere Interviewpartner: Angelika Kuhn & Roland Wallner (Credits: links - Andreas Kuhn, rechts - Hilfswerk)
Unsere Interviewpartner: Angelika Kuhn & Roland Wallner (Credits: links - Andreas Kuhn, rechts - Hilfswerk)
SBC: Frau Kuhn, warum wird das Thema Stürze im Alter aus Ihrer Sicht noch immer unterschätzt?

Kuhn: Weil viele beim Thema Sturz zuerst an den Unfall selbst denken – also an den Moment, in dem jemand fällt. In der Praxis sehen wir aber, dass die eigentliche Problematik oft viel früher beginnt und danach noch lange weitergeht. Ein Sturz ist häufig nicht einfach ein einzelnes Ereignis, sondern Teil einer Entwicklung.

Menschen werden unsicherer, bewegen sich weniger, verlieren Kraft und Selbstvertrauen. Und wenn danach die richtige Unterstützung fehlt, kann das sehr schnell zu einem dauerhaften Verlust an Selbstständigkeit führen. Genau deshalb ist das Thema viel größer, als es oft wahrgenommen wird.

SBC: Was sind aus Ihrer Sicht die häufigsten Ursachen für Stürze?

Kuhn: Es ist fast nie nur ein einzelner Auslöser. Ein ganz wichtiger Punkt ist die Beweglichkeit. Viele Menschen beginnen viel zu spät, sich damit auseinanderzusetzen, wie fit und stabil sie eigentlich noch sind. Dabei sollte man Gleichgewicht, Kraft und Beweglichkeit nicht erst im Alter zum Thema machen.

Dazu kommt, dass viele ältere Menschen mehrere Erkrankungen gleichzeitig haben und entsprechend auch verschiedene Medikamente einnehmen. Diese Medikamente können Wechselwirkungen haben, und ein ganz zentraler Faktor ist dabei Schwindel. Das wird aus unserer Sicht viel zu selten systematisch überprüft.

Dann gibt es natürlich auch die äußeren Faktoren: Teppiche, Stufen, fehlende Handläufe oder schlecht angepasste Wohnverhältnisse. Aber man darf es nicht nur auf die sichtbaren Stolperfallen reduzieren. Dazu kommt die Ernährung, die in der Diskussion häufig unterschätzt wird. Mit zunehmendem Alter bauen wir Muskelmasse und Knochenmasse ab. Umso wichtiger sind Bewegung und eine gute Ernährung, um Kraft, Stabilität und Mobilität möglichst lange zu erhalten. Gerade hier ließe sich aus meiner Sicht sehr viel verbessern.

Wir sprechen oft über Sturzprävention, aber viel zu selten darüber, dass Übergewicht, Bewegungsmangel und eine ungünstige Ernährung das Risiko zusätzlich erhöhen.

SBC: Das heißt, Sturzprävention beginnt nicht erst bei der Wohnraumanpassung?

Kuhn: Genau. Die Wohnraumanpassung ist wichtig, aber sie ist nur ein Teil. Prävention beginnt viel früher. Bewegung und Beweglichkeit sollten eigentlich schon lange vor dem 65. Lebensjahr gefördert werden. Aber es geht auch um ganz grundlegende Dinge: Wie komme ich vom Boden wieder hoch? Wie sicher bin ich beim Gehen? Wie gut ist mein Gleichgewicht? Solche Fähigkeiten sollten viel früher trainiert und erhalten werden. Dieses Bewusstsein fehlt aber oft komplett.

SBC: Herr Wallner, welche Rolle spielt konkret das Wohnumfeld?

Wallner: Grundsätzlich möchten die meisten Menschen selbstverständlich zu Hause alt werden – und das ist auch ein völlig legitimer Wunsch. Das Problem beginnt dort, wo wir uns zu selten fragen, ob unser Zuhause auch in späteren Lebensphasen noch wirklich zu uns passt. In unserem Kulturkreis ist es wenig verbreitet, Wohnen als etwas zu verstehen, das sich mit dem Leben mitverändern darf. In anderen Ländern ist es deutlich normaler, den Wohnraum an veränderte Lebenssituationen anzupassen oder weiterzuziehen, wenn sich der Bedarf verändert. Das Bewusstsein dafür, wie sich Wohnbedürfnisse im Lauf des Lebens verändern, ist noch viel zu wenig vorhanden. Es fehlt oft an Planung und an Wissen darüber, was man wann tatsächlich braucht.

Bei uns dominiert dagegen oft noch die Vorstellung, dass man einmal in eine Immobilie einzieht und dort möglichst bis zum Lebensende bleibt. Das ist nicht immer klug. In manchen Lebensphasen braucht man mehr Platz, etwa mit Kindern, später oft deutlich weniger. Trotzdem bleiben viele Menschen in Wohnungen oder Häusern, die eigentlich nicht mehr zu ihrer Situation passen – nicht unbedingt, weil sie dort bleiben wollen, sondern weil ein Wohnungswechsel finanziell oft unattraktiv ist.

Häufig ist eine kleinere, passendere Wohnung am Ende teurer als die große Immobilie, in der man längst nicht mehr gut aufgehoben ist. So entsteht eine Art Wohnfalle: Man bleibt in einem Zuhause, das vielleicht finanziell tragbar ist, im Alltag und mit Blick auf Pflege oder Unterstützung aber immer schwieriger wird.

Wir bauen oft große Häuser für unsere Familien, später brauchen wir deutlich weniger Platz. Credit: Shutterstock
SBC: Können Sie uns ein konkretes Beispiel nennen, wo der Wechsel in passendere Wohnformen im Alter besser funktioniert als bei uns?

Wallner: In Ländern wie Dänemark wird das deutlich vorausschauender gedacht. Dort gibt es im unmittelbaren Lebensumfeld oft altersgerechte Wohnungen, die von der Kommune bereitgestellt werden – mit breiten Türen, Haltegriffen und passenden Sanitäreinrichtungen. Solange es dort gut funktioniert, kann man in diesem Umfeld bleiben, auch mobile Dienste kommen dorthin.

Wenn mehr Unterstützung nötig wird, zieht man in eine stärker betreute Wohnform weiter – ebenfalls möglichst im vertrauten Umfeld. Man bleibt also in jener Region, in der man zu Hause ist und in der auch soziale Beziehungen, Freundschaften und familiäre Kontakte weitertragen. Erst wenn auch das nicht mehr ausreicht, wird ein Pflegeheim zum Thema. Diese Form des stufenweisen Wohnens ist bei uns noch viel zu wenig mitgedacht.

SBC: Frau Kuhn, was müsste aus Ihrer Sicht früher passieren?

Kuhn: Aus pflegerischer Sicht wäre Beratung ein ganz wichtiger Punkt – und zwar nicht erst dann, wenn die Situation schon eskaliert ist. Spätestens ab dem 75. Lebensjahr oder jedenfalls ab dem Zeitpunkt, an dem erstmals Pflegegeld beantragt wird. Also nicht nur Geld zu geben, wenn bereits Pflege- und Betreuungsbedarf da ist, sondern früher hinzuschauen: Wie lebt jemand? Wo sind Risiken? Welche Anpassungen wären sinnvoll? Wo könnte man mit kleinen Veränderungen viel bewirken?

Wir haben das bewusst mit dem Pflegegeld verknüpft, weil es in Österreich zwar grundsätzlich ein wichtiges und sinnvolles System ist, aber nach über drei Jahrzehnten aus unserer Sicht dringend weiterentwickelt und evaluiert werden sollte. Das zentrale Problem ist: Unterstützung setzt derzeit meist erst dann ein, wenn bereits Pflege- und Betreuungsbedarf besteht – nicht davor. Gerade aus präventiver Sicht ist das zu spät. Wenn man Stürze, Überforderung und den Verlust von Selbstständigkeit wirklich früher abfangen will, braucht es Beratung und Unterstützung bereits vor dem eigentlichen Eintritt von Pflegebedürftigkeit.

SBC: Wenn wir den Blick noch etwas weiten: Warum gehört auch der öffentliche Raum beim Thema Sturzprävention unbedingt mit dazu?

Kuhn: Weil Sturzprävention nicht an der Wohnungstür aufhört. Auch das Umfeld entscheidet mit: Gibt es Sitzbänke? Gibt es Schatten? Sind Gehwege angenehm? Sind die Wege breit genug für einen Rollator? Kommt man in Busse, Arztpraxen oder Geschäfte überhaupt gut hinein? Wenn Menschen aus solchen Gründen immer seltener hinausgehen, dann beschleunigt das den körperlichen Abbau. Deshalb ist das Thema nicht nur eines für den Innenraum, sondern auch für den öffentlichen Raum.

Wallner: Wie sehr Menschen zu Fuß unterwegs sind, hängt ja nicht nur von ihrer körperlichen Verfassung ab, sondern auch davon, wie attraktiv und zugänglich ihr Umfeld gestaltet ist. Der Verkehrsplaner Hermann Knoflacher hat bereits in den 1980er-Jahren gezeigt, wie stark das Lebensumfeld die Bereitschaft beeinflusst, Wege tatsächlich zu Fuß zurückzulegen. In einem unattraktiven Umfeld sinkt diese Bereitschaft sehr schnell – teils schon nach wenigen hundert Metern. In einem ansprechenden, lebendigen Umfeld steigt sie dagegen deutlich.

Was heißt das konkret? Menschen gehen eher zu Fuß, wenn ein Straßenraum etwas anbietet: Wenn es etwas zu sehen gibt, wenn Bäume, offene Fassaden, Licht, Leben und Aufenthaltsqualität vorhanden sind. Eine monotone, abweisende Umgebung ohne Durchwegung, ohne Sitzmöglichkeiten und ohne Orientierung wirkt dagegen entmutigend. Genau solche Räume entstehen aber häufig: Eingezäunte Wohnanlagen, Wege, die sich nur an Autos orientieren, zu hohe Stufen, fehlende Bänke oder zu wenig Schatten.

Auch Geschäfte sind oft zu eng gebaut, oder in Wartezimmern und Lokalen werden Sessel ohne Armlehnen angeboten. Da wird selbst ein kurzer Weg zur Post, zum Arzt oder zum Frühstück mit anderen Menschen zur Hürde. Die Folge ist oft Rückzug – und damit ein noch schnellerer körperlicher Abbau.

SBC: Was erleben Angehörige in diesem Zusammenhang besonders häufig?

Kuhn: Sehr oft erleben Angehörige, dass sie viel früher als gedacht in eine tragende Rolle hineinrutschen. Sie merken zuerst kleine Unsicherheiten, dann vielleicht einen ersten Sturz, dann noch einen. Und irgendwann wird klar, dass es nicht mehr reicht, einfach nur aufzupassen. Dann geht es plötzlich um Arzttermine, Medikamente, Wohnraumanpassung, Organisation und Nachsorge.

Angehörige müssen oft enorm dahinter sein, weil viele Betroffene diese Schritte selbst gar nicht mehr koordinieren können. Und wenn dann nach einem Krankenhausaufenthalt niemand sauber weiterplant, bleibt viel an den Familien hängen. Genau das überfordert häufig.

SBC: Wenn es bereits zu einem Sturz gekommen ist: Was ist in der Rehabilitation und beim Übergang nach Hause besonders wichtig?

Kuhn: Achten Sie auf eine Versorgung, die so lange begleitet, bis wieder ein eigenständiges Leben möglich ist. Da muss man als Angehöriger oft wirklich dahinter sein. Ein zentrales Problem ist heute ja oft die tiefe Lücke zwischen Krankenhaus und Zuhause. In den Akutspitälern sind die Ressourcen knapp, entsprechend stark liegt der Fokus auf kurzen Aufenthaltsdauern. Für eine sorgfältige Übergangsplanung bleibt dadurch häufig zu wenig Zeit. Gleichzeitig stehen mobile Dienste, Therapieangebote oder Rehabilitationsplätze nicht immer rasch zur Verfügung – mitunter vergehen Monate, bis die nötige Unterstützung tatsächlich beginnt. Gerade für ältere Menschen ist das hochproblematisch, denn schon in wenigen Wochen kann sich der Zustand deutlich verschlechtern. Wer nach einem Sturz nicht rasch wieder mobilisiert wird, verliert oft sehr schnell an Kraft, Selbstständigkeit und Sicherheit.

Umso wichtiger ist eine Versorgung, die Menschen nach einem Sturz nicht einfach entlässt, sondern sie so lange begleitet, bis sie im Alltag wieder möglichst stabil und sicher zurechtkommen. Wer über ausreichend finanzielle Mittel verfügt, kann manche Lücken mit privaten Angeboten überbrücken – etwa mit mobiler Therapie oder zusätzlicher Unterstützung zu Hause. Wer das nicht kann, bleibt oft auf sich allein gestellt. Genau deshalb braucht es stärkere regionale Netzwerke, mehr mobile Therapieangebote und deutlich bessere Übergänge zwischen Krankenhaus, Rehabilitation und Alltag.

Das ist nicht nur menschlich, sondern auch volkswirtschaftlich sinnvoll: Wer mit gezielter Unterstützung zu Hause weiterleben kann, verursacht langfristig meist deutlich geringere Kosten als jemand, der wegen fehlender Übergänge dauerhaft in eine stationäre Einrichtung wechseln muss.

SBC: Zusammengefasst: Wo sehen Sie den größten Denkfehler in der öffentlichen Diskussion?

Kuhn: Dass Prävention oft auf einen sehr schmalen Bereich reduziert wird – nach dem Motto: Mehr Eigenverantwortung, mehr gesunder Lebensstil, dann wird das schon. So einfach ist es nicht. Natürlich sind Bewegung und Ernährung wichtig. Aber genauso wichtig sind gut abgestimmte Medikamente, gute Nachsorge und koordinierte Versorgung, passende Wohnverhältnisse und ein Umfeld, das Bewegung überhaupt ermöglicht.

Und wenn wir Prävention wirklich ernst nehmen wollen, dann müssen wir sie breiter denken. Sonst reagieren wir immer erst dann, wenn schon etwas passiert ist – und dann ist vieles deutlich schwieriger und teurer zu reparieren.

SBC: Was möchten Sie unseren LeserInnen zum Schluss mitgeben?

Kuhn: Vielleicht vor allem diesen Gedanken: Ein Sturz ist oft nicht einfach Pech. Sehr häufig ist er ein Warnsignal. Für mangelnde Beweglichkeit, für Nebenwirkungen von Medikamenten, für ein ungeeignetes Wohnumfeld oder für Lücken in der Versorgung.

Wer das ernst nimmt, beginnt früher hinzuschauen – nicht erst nach dem Oberschenkelhalsbruch, sondern schon dann, wenn Unsicherheit, Schwindel oder Stolpern beginnen.

Wallner: Attraktiv wird ein Ort nicht dadurch, dass man nur den Hauptplatz neu pflastert oder ein paar schöne Laternen aufstellt. Entscheidend ist vielmehr, ob ein Ort im Alltag tatsächlich funktioniert: Ob es soziale Begegnung, kurze Wege, Versorgung, Aufenthaltsqualität und Angebote gibt, die Menschen wirklich nutzen können. Ein Zentrum lebt nicht von seiner Oberfläche, sondern davon, dass dort tatsächlich Leben stattfindet.

Gerade daran zeigt sich ein grundlegendes Problem vieler Orte: Sie funktionieren nicht erst für ältere Menschen schlecht, sondern oft ganz grundsätzlich für Menschen. Im Alter werden diese Schwächen nur sichtbarer und gravierender. Denn was jüngere Menschen noch mit dem Auto und größerer Mobilität ausgleichen können, wird später schnell zur täglichen Hürde. Oder anders gesagt: Wenn ein Ort für jüngere Menschen nicht gut funktioniert, dann funktioniert er für ältere Menschen meist erst recht nicht.

Vielen Dank für das Interview!

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Anja Herberth
Author: Anja Herberth

Chefredakteurin

Tags: Konzepte Zuhause
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